Servicemonteur:innen Windenergie

Servicemonteur für Windenergie­anlagen

Der Service umfasst in der Windkraft die Betreuung und Sicherstellung des Betriebs, nachdem die Anlage fertig ist. Das umfasst Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen.

Servicemonteure für Windenergieanlagen kümmern sich um die Fehlerbehebung und -prävention im Bereich der Generatoren oder Rotorblätter. Das Tätigkeitsfeld umfasst sowohl elektronische als auch mechanische Teile und bietet ein umfangreiches Aufgabenspektrum.

Aufgaben nach Einsatzbereichen (Servicemonteure für Windenergieanlagen)

Servicemonteure kommen an Windenergieanlagen zum Einsatz, nachdem sie in Betrieb genommen wurden. Sie stellen sicher, dass alle Systeme störungsfrei laufen und beheben Probleme, sollten welche entstehen. Sie sind grundlegend also im Service tätig und betreuen Kunden und deren Anlagen. Allerdings kann es auch sein, dass sie bereits beim Aufbau und der Inbetriebnahme eingebunden sind. Typischerweise teilen sich die Einsatzbereiche in onshore und offshore auf.
Die Tätigkeiten gestalten sich in beiden Gebieten grundsätzlich ähnlich. Im Aufbau geht es darum, alle relevanten Elemente zu montieren und betriebsfähig zu machen. Die Arbeit findet in einem vorgegebenen Zeitraum statt, innerhalb dessen sie beendet werden sollte. Dazu gehört die Installation von Leitungen, Hard- und Softwarekomponenten, die anschließend getestet werden.

Im Service geht es darum, den laufenden Betrieb zu überwachen und sicherzustellen. Servicemonteur:innen führen regelmäßige Wartungs- und Inspektionsarbeiten durch. Dabei betrachten sie Hydraulik, Getriebe und Verschleißteile, wie das Lager, Wellen und Schleifringe. Bei Bedarf werden diese ausgetauscht oder repariert. Im Falle von Störungen übernehmen sie die Fehlersuche und kümmern sich um die Behebung und Wiederinbetriebnahme. Die Einsätze und Leistungen hinsichtlich Wartung, Reparatur und Störungsbeseitigung werden genau geplant und dokumentiert.

Servicemonteure für Windenergieanlagen im Onshore-Bereich

Die Bezeichnung onshore stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „an der Küste“. In der Windkraft bezeichnet sie die Energiegewinnung auf dem Festland. Die Windparks mit den vielen Windrädern benötigen eine regelmäßige Kontrolle. Der widrigste Umstand dabei ist das Wetter, das unvorhergesehene Striche durch die Rechnung machen kann. Die Belastung der Anlage beschränkt sich hier auf den durch den Betrieb entstehenden Verschleiß und Witterungsbedingungen. Allerdings können sie Vandalismus ausgesetzt sein, weshalb beispielsweise zusätzlich Reinigungs- oder Reparaturarbeiten anfallen können.

Servicemonteure für Windenergieanlagen im Offshore-Bereich

Offshore bedeutet aus dem Englischen übersetzt so viel wie „vor der Küste“. Der Begriff bezieht sich auf die Windparks, die im Küstenvorfeld errichtet werden, also auf dem Meer. Servicemonteure in diesen Windenergieanlagen sehen sich im Grunde denselben Aufgaben gegenüber wie die am Festland. Allerdings kommt eine weitere Beanspruchung für die Anlage selbst hinzu: das Salz in der Seeluft und dem Meerwasser. Es greift die Rotorblätter und den Turm anders an, weshalb sie besondere Pflege benötigen. Außerdem können unvorhersehbare Witterungsbedingungen eine höhere Anpassungsfähigkeit erfordern, um die Arbeit innerhalb der zwei Wochen vor Ort erledigen zu können.


Der Weg in den Beruf

Die Qualifikation als Servicemonteur für Windenergieanlagen kann durch eine Weiterbildung erlangt werden, die auf einem Metall- oder Elektroberuf beruht. Idealerweise bringen Servicemonteure eine mechanische oder elektrische Ausbildung mit. Alternativ kann mit ausreichend Berufserfahrung auch auf anderen Branchen aufgebaut werden, was den Quereinstieg ermöglicht. Die Schulungen vermittelt das notwendige Wissen, um die Anlagen warten und reparieren zu können.

Da die Tätigkeit standardmäßig in großer Höhe stattfindet, kann zusätzlich eine Fortbildung als Industriekletterer Sinn machen. Sie ermöglicht einen flexibleren Einsatz in den Windparks, wenn „aus dem Seil“ gearbeitet wird, ist aber kein Muss. Meistens geht es per Aufzug nach oben. Um die Qualifikation zu erwerben, kann eine Weiterbildung nach FISAT oder IRATA erfolgen, die eine abschließende Prüfung beinhaltet.

Mit der bestandenen Prüfung erlangen Teilnehmer die Zusatzqualifikationen und können entsprechenden Tätigkeiten des Bereichs nachgehen.

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Anforderungen und Voraussetzungen

Um in der Windenergie-Branche als Handwerker:in zu arbeiten, solltest Du einige Voraussetzungen erfüllen. Das notwendige Know-how bringst Du durch die Weiterbildungen mit und dadurch auch das notwendige handwerkliche Geschick. Damit kannst Du anfallende Probleme schnell und zuverlässig lösen. Doch diese berufsspezifischen Kenntnisse sind nur der Anfang. Neben grundlegenden Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein stellt die Tätigkeit als Servicemonteur:in in Windenergieanlagen weitere Ansprüche.

Die Arbeiten finden grundsätzlich im Team mit 1 oder 2 Kolleg:innen statt. Das bedeutet, dass eine gute Teamfähigkeit unerlässlich ist, da alle Beteiligten auf die verlässliche Zusammenarbeit angewiesen sind. Außerdem sind die anfallenden Arbeiten unter Umständen jeden Tag anders, die Bedingungen können unerwartet wechseln. Schlechtes Wetter, unvorhergesehene Verzögerungen und Ähnliches erfordern eine flexible Arbeitsweise, um sich auch kurzfristig daran anzupassen.

Als Servicemonteur:in in Windenergieanlagen arbeitest Du in luftiger Höhe von circa 100 Metern. Das bedeutet, dass Du eine grundlegende Höhentauglichkeit mitbringen musst. Schwindelfrei zu sein, ist zwingend erforderlich. Gleichzeitig verlangt die Arbeit nach körperlicher Fitness. Möchtest Du offshore tätig werden, solltest Du Dich zudem für die Arbeit auf dem Meer eignen und kein Problem mit Seekrankheit haben.

Wichtig ist auch, dass Du berufliche Reisebereitschaft mitbringst, denn die Windenergieanlagen stehen in der Regel nicht vor Deiner Haustür. Die Arbeit findet mindestens deutschlandweit, oft aber auch europaweit statt. Sie ist dann in mehrtägigen „Turns“ organisiert und Du schläfst im Hotel in der Nähe der Einsätze. Als Servicemonteur:in für Windenergieanlagen musst Du Dich auf einen solchen Arbeitsrhythmus einstellen.

Die erneuerbaren Energien erleben nach wie vor einen starken Aufschwung. Im Zuge der Energiewende spielt vor allem die Windkraft eine zentrale Rolle. Sie ist die treibende Kraft und sowohl on- als auch offshore ein zentraler Pfeiler. Damit haben Servicemonteur:innen in Windkraftanlagen aktuell sehr gute Chancen, einen zukunftssicheren Job zu bekommen. Denn die Entwicklung bedingt, dass es viele Stellen und einen hohen Bedarf an Fachkräften gibt. Mit den richtigen persönlichen Voraussetzungen ist es zudem gut möglich, in dieser Branche Karriere zu machen.

Wer in der Windkraft erfolgreich sein und aufsteigen will, braucht vor allem drei Eigenschaften: Eigeninitiative, Teamfähigkeit und Anpassungsfähigkeit. Die Branche befindet sich aktuell nicht nur im Aufschwung, sondern unterliegt auch einem stetigen Wandel. Das schnelle Wachstum und die damit zusammenhängende Entwicklung erfordern, sich laufend daran anzupassen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Die Arbeit selbst findet grundsätzlich in Teams statt, mit 1 oder 2 Kollegen. Hier muss sich jeder auf die Anderen verlassen können, damit die Tätigkeit sicher und zuverlässig erledigt werden kann. Dabei können sich jederzeit spontan Probleme ergeben, die eine selbstständige Entscheidungsfindung erfordern, weil nicht zunächst Rückfragen gestellt werden können.

FAQ zu Servicemonteuren für Windenergieanlagen

Wie hoch ist der Verdienst als Servicemonteur in Windenergieanlagen?

Welches Gehalt ein:e Angestellte:r in der Branche erhalten wird, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der eigenen Berufserfahrung, der Unternehmensgröße oder dem Tätigkeitsfeld. Durch die besonderen Arbeitsbedingungen werden auch diverse Zuschläge bezahlt.

Braucht es eine Ausbildung, um Servicemonteur für Windenergieanlagen zu werden?

Wer Servicemonteur für Windenergieanlagen werden möchte, braucht zunächst eine solide Berufsausbildung im mechanischen oder elektrischen Bereich. Möglich ist dann eine aufbauende Weiterbildung, die auf der technischen Ausbildungen aufbaut, oder der direkte Einstieg in ein Serviceteam an Windenergieanlagen. Man lernt dann praktisch „on the job“. Alternativ kann der Weg über den Quereinstieg gehen, wenn bereits längere Zeit zuvor in der Windenergie gearbeitet wurde und man entsprechende Fähigkeiten mitbringt.

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