Die Weiterbildung als Job-Einstieg in die Windenergie

Ursula Pohler

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In der Windenergie verpassen oft Bildungsträger den Berufseinsteigern den letzten Schliff zum Servicetechniker für Windenergieanlagen, bzw. Monteur für den Aufbau von Windparks.

Dafür kommen meistens ausgebildete Fachkräfte in Frage, z.B. Elektroniker, Mechaniker, Industriekletterer und vergleichbare Berufe. Aber auch Quereinsteiger, die eine neue Karriere anstreben, können in der Windenergiebranche Fuß fassen. Wir erklären, was möglich ist... ein Artikel von Vanessa Memmert:

„Werden“ ist kein Ankommen, kein „Fertig-Sein“ und keine Ziellinie, die man irgendwann überschreitet. Vielmehr ist „Werden“ ein Prozess aus kontinuierlicher Selbstentwicklung. Genau für diese Vorwärtsbewegung sorgen in der Windenergie oft Bildungsträger, die auf die abgeschlossene handwerkliche Ausbildung noch eine Weiterqualifizierung „oben drauf“ setzen und so ermöglichen, in die Windenergiebranche einzusteigen.

RTS arbeitet mit einigen Bildungsträgern und Schulungscentern zusammen, die über ganz Europa verteilt sind. Kennenlernen durfte ich kurz vor Weihnachten das Berufsfortbildungswerk Bremerhaven (bfw), das ich zusammen mit einem Kollegen besucht habe. Es bietet eine weite Bandbreite an Kursen, u. a. auch im Bereich Elektrik und Mechanik: Das birgt interessante Möglichkeiten für Menschen in der beruflichen Umorientierung.

Welche Kurse werden für die Windenergie angeboten?
Die angebotenen Lehrgänge sind AZAV-zertifiziert und somit finanzierbar durch externe Kostenträger wie zum Beispiel die Bundesagentur für Arbeit oder den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr. 
Gerade mit den beiden Abschlüssen „Fachkraft für Aufbau von Onshore/Offshore Windenergieanlagen“ und „Servicemonteur/-in (HKW) für Windenergieanlagen, Onshore/Offshore“, bietet die Institution zwei wichtige Ausbildungsmöglichkeiten der Windindustrie.  

Während die Aufbau-Fachkräfte in dem richtigen Einsatz von Hydraulikwerkzeugen, Grundlagen der Elektrotechnik und Leitersystemen geschult und vorbereitet werden, beim Aufbau von Windenergieanlagen mitzuwirken, bekommen die angehenden Servicemonteure fundamentales Wissen, um Reparatur-, Wartungs- und Instandsetzungstätigkeiten durchführen zu können. Dies beinhaltet unter anderem die Module Maschinenbautechnik I-III, betriebswirtschaftliche Grundlagen, aber natürlich auch technische Kommunikation und Rechtsgrundlagen in der Windenergie.

Erwähnenswert ist auch die Ausbildung hinsichtlich der Arbeitssicherheit: Die Sicherheitstrainings nach GWO Standards, die für das Arbeiten an Windenergieanlagen unerlässlich sind, werden mit abgedeckt. Hält man eine solche Urkunde in den Händen, ist der erste Schritt der „Windenergie-Karriereleiter“ bereits erklommen.

Die Servicemonteure erhalten zusätzlich mit ihrem Abschluss ein Kammerzertifikat und machen sich damit zum wertvollen Mitglied in den Bewerberpools der Windindustrie. Denn nicht nur der/die Teilnehmer*in selbst profitiert von Bildungsträgerangeboten, auch Firmen, die in der Windenergiebranche agieren, freuen sich in einer Zeit des Fachkräftemangels über qualifiziertes, gut ausgebildetes Personal. Für mich war es ein wichtiger Tag in Bremerhaven. Ich weiß nun, welche Möglichkeiten Bildungsträger bieten und kann dies in meine Arbeit einfließen lassen und Interessenten entsprechend beraten. Vielen Dank auch an das bfw-Team für den freundlichen Empfang und den informativen Tag.

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Vanessa Memmert, Teamlead Onshore Projekte